flag-europe.png Europe - German

11-12-2017

Yvet über ORSC Fundamentals und ORSC Intermediate

Warum kann ein Team es kaum erwarten, Dinge zu verändern, während ein anderes Team heftigen Widerstand leistet? Für Yvet Beckers (37) waren dies faszinierende Fragen. Im Jahr 2012 beschloss die Programmleiterin bei der Bank SNS REAAL, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Auf Anraten ihres Vorgesetzten meldete sie sich für den ORSC-Lehrgang Fundamentals an. Dort lernte sie, Teams mit anderen Augen zu sehen.

image
"Für mich stand sofort fest, wo die Ausbildung stattfinden sollte, denn Schouten & Nelissen ist das einzige Institut in den Niederlanden, das zertifizierte ORSC-Lehrgänge anbietet. Ich habe mit dem Kurs ORSC Fundamentals angefangen. Danach habe ich den Aufbaukurs ORSC Intermediate gemacht und mich als ORSC-Coach zertifizieren lassen. Mittlerweile arbeite ich nicht mehr bei SNS REAAL, sondern habe stattdessen ein eigenes Unternehmen: TeamTrots.

Lesen Sie mehr über ORSC Fundamentals und ORSC Intermediate.

"Die ORSC-Ausbildung hat mir mehr gebracht, als ich zu hoffen wagte."

Jetzt sorge ich für das Coaching von Teams aus privaten Unternehmen in einer Reihe von Situationen. Ich betreue Gruppen bei Umstrukturierungsprogrammen und Verbesserungsmaßnahmen, helfe aber auch Unternehmen, die zum Beispiel autonom operierende Teams gründen oder Konflikte innerhalb eines Teams lösen wollen. Meine ORSC-Zertifizierung erweist sich dabei als sehr nützlich. Sie verschafft mir einen Vorsprung auf einem Markt, auf dem große Nachfrage nach Teamcoaches herrscht. Die Branche boomt!"

Man hat die Beziehungen im Blick, nicht die Personen

"ORSC ist ein Modell, in dessen Mittelpunkt das Coaching von Beziehungen steht. Der Blick ist nicht auf einzelne Personen gerichtet, sondern auf die Beziehungen zwischen Personen. Das können etwa Beziehungen zwischen den Mitgliedern einer Projektgruppe oder einer Abteilung oder Mitarbeiter innerhalb eines Unternehmens sein. Als ORSC-Coach befasst man sich nicht damit, wer was genau sagt und wer recht hat. Man bringt Teammitgliedern bei, die ungeschriebenen Regeln zu erkennen, denen sie - oft unbewusst - folgen. Und man schult sie darin, nicht aus ihrer individuellen Perspektive heraus, sondern aus der kollektiven Perspektive des Teams heraus zu denken und sich zu bewegen."

Distanzierte Betrachtung

"Ich nenne das Beispiel eines Teams, mit dem ich gearbeitet habe. Eines der Teammitglieder, ich nenne sie Marijke, bekam viele Komplimente für die Struktur, die sie in das Team bringt. Marijke war immer diejenige, die sich um die Tagesordnung für die Teamsitzungen kümmerte, die Maßnahmenliste aktualisierte und auf den Fortgang achtete. Implizit herrschte unter ihren Kollegen die Erwartung, dass sie diese Rolle auch weiterhin für das Team ausfüllen würde. Darüber war Marijke plötzlich aufgebracht: "Eigentlich macht es mir gar keinen Spaß, alles zu organisieren. Und ich habe es satt, dass niemand von euch die Aufgabe erledigt!"

Während einer darauf folgenden Debatte wurde allen Teilnehmern des Teams bewusst, wie wertvoll eine Koordinatorin ist. Dass diese Rolle von Marijke ausgefüllt wurde, war im Laufe der Zeit wie selbstverständlich akzeptiert worden. Die Teammitglieder erkannten, dass jeder von ihnen an der Entstehung dieses Gewohnheitsmusters beteiligt war: Marijke, weil sie die Rolle immer übernahm, und die anderen, weil sie Marijke diese Rolle überließen. Als sie in der Lage waren, dieses Muster aus der Distanz zu betrachten, gab es sofort Vorschläge, wie man die Rolle des Koordinators besser organisieren könnte."

Ausbilder behandeln uns als Team

"Alles dreht sich bei ORSC um die Beziehungen innerhalb eines Teams. Deshalb war es logisch, dass die ORSC-Ausbilder die Kursteilnehmer nicht als Einzelpersonen, sondern als Team behandelten. So wurde eine zusätzliche Lerndimension hinzugefügt: Wir lernten nicht nur viel über Teamcoaching, sondern erlebten es als Team selbst mit. Für die Ausbilder waren die verschiedenen Interessen, Charaktere und Hintergründe der Teilnehmer ein perfekter Unterrichtsstoff. So konnten wir als Team selbst den Effekt von ORSC erleben."

Auf die Stimme des Teams hören

"Die schönste Erkenntnis, die mir in der Ausbildung vermittelt wurde, ist, dass sich die kollektive Stimme immer auf irgendeinem Weg Gehör verschafft. Manchmal ist diese Stimme so stark, dass es scheint, als würde sie über den Teamcoach nach außen dringen. Es ist vorgekommen, dass ich eine Teamcoaching-Sitzung moderiert habe, bei der ich sehr stark das Gefühl hatte, dass ich unter Zeitdruck stand. Bis mir schließlich klar wurde, dass ich in diesem Zeitdruck vielleicht eine Stimme des Teams hörte. Da habe ich dem Team gesagt: "Ich spüre einen enormen Zeitdruck, und ich würde gerne wissen, ob man ihn auch im Team spürt." Das war der Wendepunkt in der Sitzung. Tatsächlich stellt sich heraus, dass das Team mit unausgesprochenen Stressgefühlen zu kämpfen hatte. Das hatte ich intuitiv gespürt."

ORSC hat meine Sicht der Dinge verändert

"Dass ich gelernt habe, meine eigene Intuition einzusetzen, damit die Teams besser auf ihre kollektive Stimme hören, ist ein Verdienst der ORSC-Ausbildung. Dieser Lehrgang hat mir mehr gebracht, als ich zu hoffen wagte. Es war viel mehr als eine Schulung, in der man Tipps und Tricks für die Tätigkeit als Teamcoach erfährt. ORSC hat meine Sicht der Dinge verändert. Ich sehe Teams, mich selbst und die Welt um uns herum jetzt mit anderen Augen."

Zurück zur Übersicht

Select your region / language